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Training


Der Begriff "Training" wird im täglichen Leben sehr allgemein für die Beschreibung verschiedenster Vorgänge verwendet. Eine (ebenfalls sehr allgemeine) Definition könnte lauten:

"Training ist planmäßiges Durchführen von Aufgaben zur Anpassung von Fähigkeiten."

Wenn man die Prozesse, die mit Training verbunden sind, genauer analysiert, ist erkennbar, dass diese "Trainingsprozesse" ein bestimmtes Mindestmaß an Merkmalen haben müssen:
  • "Etwas" das angepaßt oder "Jemand", dessen Fähigkeit(en) geändert werden soll(en) (=Geregelte Größe).
  • Einen Sollwert, der sich gewöhnlich vom Istwert unterscheidet.
  • Durch Rückkopplung vermittels einer Einflußgröße wird der Istwert der geregelten Größe unter Einbeziehung eines Prozeßanalysators an den Sollwert heran- bzw. nachgeführt.
  • Die Einbettung des Komplexes Einflußgröße, geregelte Größe und Prozeßanalysator mit den abhängigen Soll- und Istwerten in eine interaktive Umgebung wird durch die Korrekturfaktoren Mediator und Störgröße widergespiegelt.
Eine schematische Darstellung könnte folgendermaßen aussehen:



Zusammengefaßt werden die das Training betreffenden Wissensinhalte und die daraus ableitbaren Handlungsanweisungen in der Trainingslehre. Eine Trainingslehre ist die übersichtliche Darstellung von Methodik, Didaktik, Pädagogik und Soziologie, aufgrund derer es möglich ist, Trainingspläne zu entwickeln und vermittels ihrer Anwendung Trainingsprozesse zu bewirken.

In den Bewegungswissenschaften wird Training meist als Vorgang verstanden, die körperlichen, intellektuellen, mentalen und sozialen Fähigkeiten zu beeinflussen. Hier bestimmt die Trainingslehre des Sports das Handeln.

In der Medizin gilt die medizinische Trainingslehre. Sie unterscheidet sich von der Trainingslehre des Sports nicht so sehr durch die Methodik, sondern durch die Zielsetzung: Nicht Leistungssteigerung ist das Primärziel, sondern die Besserung von Krankheitssymptomen bzw. die Förderung der Gesundheit.
Die Notwendigkeit der Begriffsbildung entsprang der Vorstellung, der praktischen leistungsmedizinischen Tätigkeit, der medizinischen Trainingsberatung, eine ähnliche Grundlage zu geben, wie sie die Innere Medizin in der Arzneimittellehre und die Chirurgie in der Operationslehre besitzen. Im Vordergrund der praktischen ärztlichen Tätigkeit auf dem Gebiet der Leistungsmedizin steht nicht die physiologische Forschung und auch nicht die Durchführung von leistungsdiagnostischen Tests (obwohl diese natürlich sehr wichtig sind), sondern die zufriedenstellende ärztliche Beratung.

Anzumerken ist, dass der Begriff "Training" aus sportärztlicher Sicht nur in Zusammenhang mit motorischen Grundeigenschaften Verwendung finden sollte, bei denen es eine Verbesserung der körperlichen Leistungsfähigkeit auf der Basis von organischen Wachstumsprozessen in den beanspruchten Organen bewirkt. Das sind Kraft und Ausdauer. Alle anderen Fähigkeiten und Fertigkeiten können nicht "trainiert" werden, sie werden "geübt".
 


Sportlertreff:








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Letze Aktualisierung der Seite: 06.01.2012